Leas Gute Laune Quiche

Kennt ihr diese Tage, an denen vieles nicht so klappt, wie man es gern hätte? An dem alles schief läuft und man sich am liebsten im Bett vergraben möchte?

An solchen Tagen hilft es mir zu kochen. Manchmal sollte es aber nicht zu lang dauern.
Da hilft nur meine Lieblingsvariante der klassischen Quiche Lorraine, die super schnell gezaubert werden kann und wunderbar schmeckt!
Neulich war ein solcher Tag. Am Abend hatte ich zu allem Überfluss eine Verabredung zum gemeinsamen Kochen und siehe da! Es war eine Quiche Lorraine geplant. Meistens laufen diese Verabredungen so, dass ich koche und meine Freunde währenddessen den Tisch decken und aufräumen. Ich war nur leider etwas in Gedanken und habe nicht recht nachgedacht und meine Hände einfach machen lassen. Blöde Idee! Prompt habe ich die Frühlingszwiebeln vergessen, was mir erst auffiel, als ich die Quiche in den Ofen geschoben hatte. Verraten wollte ich diesen kleinen Fauxpas nicht, also habe ich kurzerhand die Frühlingszwiebeln in ein wenig Butter angeröstet und über die fertige Quiche gestreut – meine Freunde haben dies gar nicht bemerkt und nahmen es als schöne Deko ab.

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Ich muss ja auch gestehen, dass ich ab und zu auch einfach einen vorbereiteten Quicheteig benutze, wenn ich wirklich schlecht drauf bin.
Am besten schmeckt die Quiche allerdings mit einem frisch zubereitetem Teig, daher hier erstmal das Rezept für den Teig:

Für 1 Quiche:

  • 250 g Mehl
  • Eine Prise Salz
  • 130 g Butter
  • 1 Ei (Eier von den eigenen Hühnern sind unschlagbar cremig!)
  • 3 El Milch
  • Mehl zum ausrollen
  • Ein wenig Butter für die Form
  • Hülsenfrüchte zum Blindbacken (geht bei mir meistens schief, weshalb ich rumexperimentiert habe und mittlerweile die Quiche ab und zu auch ohne das ausbacken in den Ofen schiebe)

Das Mehl und das Salz in einer Schüssel mischen. Anschließend Die Butter (am besten etwas früher rauslegen damit sie leichter zu zerteilen ist) in kleine Stücke schneiden und dazugeben. Nun das Ei und die Milch hinzufügen und zu einem glatten Teig verkneten.
Zu einer Kugel formen, in ein Stück Frischhaltefolie wickeln und ungefähr eine Stunde kalt stellen.

Das Ausbacken:
Den Quicheteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis (passend zur Backform) ausrollen. Den Teig in eine eingefettete Tarteform (meine ist eine mit 28 cm Ø)  legen,. Der Rand sollte gut angedrückt werden. Im Anschluss wieder ca. 30 Minuten kalt stellen.
Den Teigboden nach den 30 Minuten mehrmals mit einer Gabel einstechen, dann mit einem Stück Backpapier bedecken und mit getrockneten Hülsenfrüchten befüllen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Ich rate von Umluft ab) auf der mittleren Schiene 15 Minuten ausbacken. Nach den 15 Minuten die Form herausnehmen, die Hülsenfrüchte mitsamt dem Backpapier entfernen und nochmals weitere 10 Minuten backen.

Schon der Duft des vorgebackenen Teiges bereitet mir Gute Laune und steigert die Vorfreude auf eine ofenfrische Quiche immens!

Die Füllung für 1 Quiche: 

  • 180g durchwachsener Speck (falls er nicht vorgeschnitten ist in ungefähr 2mm große Stücke schneiden)
  • 70g Gouda (wählt das Alter des Käses nach eurem Geschmack, je älter desto fester und Geschmacksintensiver)
  • 70g Gruyère (da dieser Käse schon sehr intensiv schmeckt, wähle ich einen eher jüngeren Gouda)
  • Ein paar Frühlingszwiebeln in dünne Scheiben geschnitten (ich nehme immer drei oder vier)
  • 50ml Weißwein
  • 3 Eier
  • 250ml Schlagsahne
  • Eine Prise Salz
  • Pfeffer nach eigenem ermessen
  • Eine (große) Prise Muskat

 

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Die Füllung:

Für die Füllung den Speck in einer Pfanne bei mittlerer Hitze 3–5 Minuten leicht anbraten (ich mache es ohne Öl oder Butter, da der Speck genügend Fett besitzt). Mit einem Schluck Weißwein ablöschen und stark einkochen. Falls ihr immer noch schlechte Laune habt, ganz einfach den Rest in ein Weinglas gießen und selbst probieren, ob er schmeckt, ein Hoch auf das Kochen! 🙂
Sobald der Speck schön kross gebraten ist, den Herd ausschalten und ihn kurz abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit den Gouda und den Gruyère reiben und mit den Eiern und der Sahne verquirlen. Anschließend mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Nun noch den Speck unter die Mischung geben, alles noch ein mal verrühren und gegebenenfalls nachwürzen. Vorsichtig die Mischung in die Form gießen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad (Umluft 160 Grad) auf der untersten Schiene mindestens 30–35 Minuten backen. Ich empfehle den Wecker auf 28min zu stellen und nach Bräunegrad zu entscheiden, wie lang sie noch braucht.
Die Quiche vorsichtig aus dem Ofen nehmen (vergesst nicht die Topflappen oder Handschuhe) und ein paar Minuten ruhen lassen, damit sie sich setzt und aus der Form lösen lässt.
Voila!

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Für das volle Geschmackserlebnis unbedingt warm genießen!!

Das war eine schlichte Quiche Lorraine Variante. Im Sommer ist mir diese Version oftmals zu schwer, daher gebe ich, sobald ich frische Zucchini bekomme, gern zwei (falls nur Große erhältlich sind reicht eine) dazu. Wichtig ist, dass es möglichst kleine Zucchini sind. Hier gilt: Je kleiner die Zucchini, desto aromatischer und voller der Geschmack. Da ich in einer kleinen Wohnung mit winzigem Balkon wohne, kann ich diese nicht selbst anbauen und besorge sie mir meistens auf dem Wochenmarkt.

Die Zucchini gründlich abwaschen, abtropfen und in dünne Scheiben schneiden. Ich variiere manchmal und brate sie entweder kurz in ein wenig Olivenöl an oder ordne sie direkt unangebraten in der Form an, bevor ich die Füllung hineingieße. Für das Auge, das gern mitisst, ordne ich die Scheiben spiralförmig an.

Dieses Extra verleiht der Quiche eine sommerlich leichte Note!

 

Viel Spaß beim Kochen!

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