Bayrischer Kartoffelsalat – unser Familienrezept

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– Für Inka, Sabine und Antje

Immer wenn meine Mutter früher nach Bremen kam, musste sie für alle Mitarbeiter in meinem Büro Kartoffelsalat machen. Sie macht ihn genauso wie meine Großmutter.

Jahrelang habe ich es verzweifelt versucht, aber nie hat er so geschmeckt – und dann plötzlich, ich war 50 geworden – und der Kartoffelsalat klappte. Es scheint also mit dem Alter – oder  zumindest mit der Erfahrung, aber ich glaube vor allem auch mit einer gewissen Gelassenheit zu tun zu haben. Die Kunst ist nämlich, den Kartoffelsalat ganz einfach zu machen und sich dabei nicht zu „verkünsteln“.

Kartoffelsalat kann man in Bayern zu so ziemlich allem essen. Traditionell gibt es z.B. Schweinsbraten mit Knödeln UND Kartoffelsalat – ein Horror für alle Kohlenhydratvermeider. Aber auch sonst, zu Bratwürstel, Schweinswürstel, Nürnberger, Leberkäs, Schnitzel …. isst man Kartoffelsalat. Meine Lieblingsvariante gab es früher in München im Bratwurstherzl am Marienplatz. Da konnte man nämlich einfach nur Kartoffelsalat mit Soß bestellen, ganz ohne Würstel – quasi die „vegetarische“ Variante, wobei es sich allerdings um gute braune Bratensoße handelte.

Hier also das Rezept:

Zutaten:

1 kg mehligeKartoffeln oder zumindest „vorwiegend festkochend“, denn mehlige gibt es in Norddeutschland nicht immer

1 Zwiebel

Essig (ein ganz einfacher Brandweinessig ist am besten)

Öl (auch da das ganz einfache Livio Salatöl)

Salz, Pfeffer

Schnittlauch

1 l heiße Rinderbrühe (gerne auch von Maggi)

Die Zubereitung:

Die Kartoffeln weichkochen, ich mache das im Dampfgartopf (Sicomatic), dauert ca. 10 Minuten, je nach Größe, dann schnell abdampfen.

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Die Kartoffeln heiß schälen und in Scheiben schneiden, am besten direkt in eine Salatschüssel, bei uns in der Familie macht man das quasi freihändig. Leider verbrennt man sich dabei etwas die Finger, aber das muss man in Kauf nehmen und mit der Zeit härtet man sich auch ab.

Die Zwiebel in Würfel schneiden oder hacken und zu den Kartoffeln geben. Dann mit der heißen Brühe übergießen (erst mal nur ½ Liter, und dann nach Gefühl mehr, die Kartoffeln sollten sich schön vollsaugen damit). Nun die Kartoffeln mit Essig, Salz und Pfeffer in ausreichender Menge würzen, am besten esslöffelweise und immer wieder abschmecken. Zum Schluss mindestens 3 Esslöffel Öl dazugeben und das Ganze ordentlich vermengen. Die Kartoffeln zerfallen dabei ziemlich, und das sollen sie auch. Nochmal abschmecken, evtl. fehlt noch Salz, zumindest ist das bei uns immer der Fall.IMG_0891.jpeg

Schnittlauch drüber und noch warm servieren!

Guten Appetit!


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