Gedanken an das nächste Jahr

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Die Ideen sprießen in meinem Kopf wie die Knospen an den Bäumen. Nicht jede wird zu einer Blüte werden und noch weniger werden zu Früchten wachsen, aber ich fühle schon das Kribbeln der Spitzen, die nach außen dringen wollen.

Mein erstes Jahr in Freiheit!
Zwar habe ich schon viele Pläne und Ziele, doch zum ersten Mal in meinem Leben ist nicht alles sicher und vorhersehbar. Das erste Mal, seit dem Studium, dass ich nicht am Montag nach Sylvester wieder in ein Büro gehen werde, das erste Mal, dass alles neu und anders ist.

Von jetzt an will ich, dass ich jeden Abend sagen kann: „Ja, heute war ein guter Tag“. Und das „Wollen“ setze ich bei mir gleich mit „Können“. In der Küche meiner Kindheit bei meinen Eltern hing der Spruch von Adolph Kolping: „Wir können viel, wenn wir nur nachhaltig wollen; wir können Großes, wenn tüchtige Kräfte sich vereinen“. Das hat mich wohl nachhaltig geprägt.

Gute Tage muss man sich selbst machen. Ich will bewusst leben, will fühlen, riechen, schmecken. Nicht nur die guten, auch die schwierigen Dinge ganz intensiv erleben und durchleben – und zwischendurch in den Garten gehen zu meinen Hühnern. Das ist schon erstaunlich, wie sehr ich die Welt um mich rum vergessen kann, wenn ich im Garten arbeite. Wie alle Gedanken und Probleme, über die ich gegrübelt habe, in den Hintergrund treten, wenn ich mit den Händen in der Erde stecke.

Für den Garten beispielsweise habe ich schon sehr konkrete Pläne: Es werden Hochbeete angelegt für das Gemüse, in der Hoffnung, dass es dort vor den Hühnern geschützt wachsen kann. Dafür habe ich im Herbst schon meine Rosen versetzt und so neuen Platz geschaffen. Insgesamt 4 x 2m sind in Planung und derzeit suche ich nach den geeigneten Beeteinfassungen und fange an die Pflanzliste zu machen. Es wird sicher schwer, mich zu entscheiden und ich werde viel zu viele Samen bestellen. Aber davon berichte ich euch dann ausführlich im Frühjahr. Einige Samen, z.B. Zucchini, Kürbis und Tomaten habe ich auch schon rechtzeitig im Sommer getrocknet, umso eigene Vorräte ganz im Sinne der nachhaltigen Gärtnerei anzulegen. Und nachhaltiger soll mein Leben nächstes Jahr auch noch werden. Dazu gehört: so wenig Plastik wie möglich, so viel wiederverwenden wie möglich, und meinen Komposthaufen habe ich ja auch schon. Wer weiß, was mir dazu noch alles einfällt im neuen Jahr.

Was ich mir aber noch für 2019 wünsche ist, dass ich meine Leichtigkeit wiederfinde. Nicht die „Peng-Zack-Bumm-Adrenalin-Raketen-Schwerelosigkeit“, die ist zwar auch toll, aber meist kommt danach dann doch ein tiefes Loch. Sondern die sanfte, weiche, kleine Leichtigkeit, die sich anfühlt, als würde man nur 10 cm über dem Boden schweben. Man kann sie leider nicht bewusst herbeiführen, durch das pure „Wollen“, sie muss sich von selbst einstellen und kommt überraschend und unerwartet. Den Großteil meines Lebens war sie mein ständiger Begleiter doch in den letzten Jahren ist sie plötzlich verschwunden. Erst da wurde mir klar, wie wertvoll sie mir ist. Jetzt wünsche ich sie mir zurück und hoffe sehr, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht.

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