Gastbeitrag: Richtig kompostieren – Vermeide unbedingt diese 6 Einsteigerfehler

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Wie bereits auf unserem Instagram Account angekündigt, hier der Gastbeitrag zum Thema Kompostieren! Wir hoffen, dass euch dieser Beitrag ebenso hilft wie uns! 🙂
Liebe Grüße,
Eure City Farmers.

Viele Gartenbesitzer fahren mit dem Auto ihre Gartenabfälle in Plastiksäcken ab…und dann fahren sie höchstwahrscheinlich ein paar Tage später wieder mit ihrer Verbrenner-Blechkiste los, um Erde (ebenfalls in Plastiksäcken) zu kaufen. Findest du das nicht auch ein kleines bisschen paradox? Wahrscheinlich schon, denn sonst würdest du dich wohl kaum für diesen Blogartikel übers Kompostieren für Einsteiger interessieren! 🙂

Nach dem Motto „Abfälle sind Rohstoffe – nur am falschen Ort“ hast du also die Vorteile des Kompostierens erkannt. Daher möchtest du deine wertvollen biologischen Ressourcen aus dem Haushalt und Garten sinnvoll verwerten anstatt sie in Plastiksäcken abzufahren und der kommunalen Abfallwirtschaft zu überlassen. Als Ergebnis wünscht du dir perfekte, nährstoffreiche Komposterde in Rekordzeit für mehr Spaß am Gärtnern, kräftigeres Pflanzenwachstum und ertragreichere Ernte – der Stolz eines jeden Gärtners. Aber wie kannst du diesen Wunsch in die Realität verwandeln?

Wir haben für dich häufige Einsteigerfehler beim Kompostieren identifiziert und zeigen dir natürlich auch, wie du es besser machen kannst. Wichtig: In diesem Blogartikel geht es nicht darum, Einsteiger als ungeschickt oder naiv hinzustellen. Wir haben uns für dieses Thema entschieden, damit gerade du als Einsteiger diese „Fallen“ beim Kompostieren umgehen und somit deinen Weg zu perfekter Komposterde abkürzen kannst. Natürlich nur, wenn du möchtest! 😉

Einsteigerfehler #1: „Ach…das reicht doch!“

Fangen wir bei den Handgriffen an, die du vor dem eigentlichen Kompostieren tätigst: die anfängliche Einrichtung von Kompostplatz und -behälter. Hier verschätzt man sich leicht und Gärtner, die mit dem Kompostieren beginnen, dimensionieren beides oft zu klein. Lasse uns das kurz genauer erklären…

Wenn du später Spaß beim Kompostieren haben möchtest, solltest du den Platz rund um den Kompost großzügig einplanen bzw. genau überlegen, wie viel Platz du benötigst. Eine kleine verwinkelte Gartenecke nach dem Motto „Ach, da passt der Kompost doch gerade rein, perfekt!“ kann extrem nervenaufreibend sein!

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Etwas mehr Platz erleichtert dir dagegen alle Arbeiten am Kompost wie Umsetzen, Ausschaufeln, Sieben und so weiter. Perfekt ist es natürlich ebenso, wenn sogar genügen Platz ist, um mit einer Schubkarre direkt an den Kompost zu fahren.

Ebenso verhält es sich mit dem Kompostbehälter: Die 200-300 Liter eines Trommel- oder Schnellkomposters reichen nur, wenn du eine wirklich kleine Grünfläche von ca. 50m2 hinter dem Haus hast! Oder nur einfach nur mal zum Spaß einen Kompost aufstellen möchtest. 🙂

Fasst dein Grundstück dagegen 200m2 oder mehr und du möchtest wirklich ernsthaft anfangen zu kompostieren, stehst du schnell vor dem Problem, eine Menge Gartenabfälle nicht unter zu bekommen. Du schaffst dir damit eher Arbeit als Erleichterung. Pro Person fallen pro Jahr ungefähr 150 Liter Küchenabfälle an. Hinzu kommen pro Jahr ca. 10 Liter Gartenabfälle pro Quadratmeter Gartenfläche. An diesen Anhaltspunkten kannst du dich ganz grob orientieren.

Zudem kann ein zu kleiner Komposter keine hohe Kerntemperatur in der sogenannten Heißrotte entwickeln, was den Kompostierprozess und damit die Erdqualität negativ beeinflusst. Wenn du das Kompostieren richtig betreiben möchtest und dich über perfekte Erde freuen willst, dann wähle gleich eine angemessenen Größe von mindestens 1,20m x 1,20m x 1m.


Einsteigerfehler #2: Zu einseitige Mischung

Viele Gartenfreunde geben oft die gerade anfallenden Abfälle einfach auf den Komposthaufen und hoffen, dass das schon wird. Berge von Strauchschnitt, Staudenschnitt im Frühjahr, abgeschnittene Gräser im Februar, den Fangkorb vom Rasenmäher ausgeschüttet und so weiter. Das geht nicht gut. Wir würden uns einen Kompost, der auf diese Weise funktioniert, auch wünschen! Aber da wir ja immer noch in der Realität leben, können wir dir nur eine Anregung geben, wie du trotzdem das beste draus machst.Damit dein Kompost glücklich wird, solltest du ihn mit einer vielfältigen Zusammenstellung aus verschiedenen Abfallmaterialien füttern. Je vielfältiger die Ausgangsmaterialien, desto besser grundsätzlich die fertige Erde. Achte auch darauf, einseitige Materialeigenschaften auszugleichen, damit der Kompost weder fault noch einfach nicht kompostiert. Mische beispielsweise trockene holzige Abfälle mit feuchten Materialien und umgekehrt. Oder strukturlose Abfälle wie Rasenschnitt mit einer strukturstabilen Zugabe (z.B. dünne Äste etc.).

Zudem sollten größere Abfälle wie Äste oder Strauchschnitt auf ungefähr Bleistiftlänge (ca. 10cm) gekürzt und alle Materialien gut durchmischt werden.

Fazit: Ein Kompost sollte nach dem Motto „Die Mischung macht’s“ geführt werden.

Einsteigerfehler #3: Je länger desto besser!

„Ein Kompost ist wie ein guter Wein. Je länger er reift desto besser!“

Deshalb lassen manche ihren Kompost anderthalb, zwei Jahre oder sogar länger liegen. Diese Annahme erscheint auf den ersten Blick ja auch recht schlüssig.

Aber genau hier lauert ein weiterer Irrtum, weil viele Nährstoffe – wie beispielsweise der für das Pflanzenwachstum wichtige Stickstoff – mit der Zeit aus dem Kompost ausgewaschen werden oder sich einfach über die Luft verflüchtigen. Die Konzentration der Nährstoffe nimmt nach der Hauptrotte zunehmend ab, folglich auch die Qualität deiner Erde.

Ein weiterer Pluspunkt, den dir Komposterde bietet, ist ihre belebende Wirkung für den Boden. Denn während der Kompostierung verhält sich dein Kompost wie ein Hausbau: Es sind nacheinander unzählige Bauarbeiter und Handwerker beteiligt. Ist das Haus fertig, ziehen sie weiter. Genauso ist es auch beim Kompost, nur dass hier mehrere Millionen Kleinstlebewesen hunderter verschiedener Arten beteiligt sind. Wenn du zu lange mit der „Komposternte“ wartest, ziehen sie wieder aus und du minderst die belebende Wirkung für deinen Boden.

Fazit: Bei der Verwendung der Komposterde gilt nicht „je länger, desto besser“, sondern vielmehr „Das richtige Timing ist entscheidend“. Zur groben Orientierung kannst du für einen Fertigkompost (normale Komposterde) zwischen 6 bis 12 Monate Kompostierdauer rechnen.

Einsteigerfehler #4: Geschlossener Boden

Wie im vorherigen Einsteigerfehler erwähnt, stellen eine Vielzahl von Kleinstlebewesen das belebende Herz der Kompostierung dar.
Vor allem die sogenannte Makrofauna (mit dem Auge sichtbare Kleinstlebewesen) wie z.B. der rote Mistwurm oder Tausendfüßler brauchen aber zwingend einen Einstiegsweg in deinen Kompost.

Copyright 2019 Tom Bernhardt

Der einzige Einstiegsweg führt über den Boden. Daher ist es kontraproduktiv, den Boden unter dem Kompost zu verschließen bzw. den Kompost auf einen verschlossenen Boden zu stellen. Komposter sollten immer direkt auf dem Boden stehen und damit Kontakt zum Erdreich haben.
So beugst du außerdem Staunässe im Kompost vor, indem Wasser über die Erde ungehindert abfließen kann.

Fazit: Dein Kompost möchte nicht irgendwo isoliert auf Steinplatten stehen, sondern Kontakt zum Erdreich haben. Nur so können ihn die benötigten Kleinstlebewesen besiedeln.

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Einsteigerfehler #5: Zu wenig Luftigkeit

Die Möglichkeiten, diesen Fehler zu provozieren, sind so vielfältig wie seine Auswirkungen:

  • dicht gemauerter Komposter
    zu kompaktes Kompostgut wie beispielsweise Rasenschnitt
  • zu wenig Auflockerung während der Kompostierung oder
  • zu luftdichter isolierter Thermokomposter

Überall kann dein Kompost nicht in ausreichendem Maße atmen….
Aber genau das ist das A und O, wenn du hochwertige Komposterde erhalten möchtest! Denn die Kompostierung – oder auch Rotte genannt – ist ein Prozess, der aus vielen Gründen zwingend Sauerstoff benötigt. Mangelt es deinem Kompostgut an Sauerstoff, dann entstehen statt wertvoller Nährstoffe giftige, stinkende Gase – beispielsweise Ammoniak oder Methan. Aber natürlich möchten auch die Kleinstlebewesen im Kompost nicht ersticken. 🙂

Deshalb solltest du als erstes bei der Befüllung des Komposters darauf achten, dass das zu kompostierende Material nicht zu kompakt liegt. Ein kritisches Beispiel ist Rasenschnitt. Er sollte einerseits immer mit sehr viel trockenem Material wie unbedruckten Eierkartons, Sägemehl usw. gemischt werden. Anderseits solltest du mit sehr gut strukturgebendem Material wie zum Beispiel dünnen Ästen dafür sorgen, dass der Rasenschnitt luftiger liegt.

Der Kompost sinkt während der Kompostierung deutlich zusammen, auch darunter leidet die Luftigkeit. Um dem entgegenzuwirken, kannst du ihn regelmäßig (ca. monatlich) mit einer Grabgabel etwas auflockern. Außerdem solltest du deinen Kompost nach ca. 3-4 Monaten umsetzen, um ihn einmal gründlich durchzumischen. Du kannst dich auf dein Gefühl verlassen, wann genau der richtige Zeitpunkt dafür ist. Je strukturärmer die Ausgangsmaterialien waren, desto häufiger möchte allerdings dein Kompost umgesetzt werden.

Fazit: Luftigkeit ist beim Kompostieren das A und O. Von der Wahl des passenden Kompostbehälters, über die richtige Befüllung bis hinzu etwas Pflege bieten sich dir einige Chancen, deinem Kompost genau diese Luftigkeit zu verschaffen.

Bonustipp: Schritt für Schritt zu perfekter Komposterde und kräftigerem Pflanzenwachstum

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In diesem Artikel hast du nun einiges an Wissen für deinen Kompost gesammelt, mit dem du schon deutliche Fortschritte spüren wirst!

Wir haben uns Mühe gegeben, die wichtigsten Punkte zum Kompostieren in Blogartikel-Länge unter zu bringen. Trotzdem war dies erst nur ein kleiner Ausschnitt aller Dinge, die du von der Wahl eines passenden Standortes über die richtige Befüllung und Pflege bis hin zur geschickten Verwendung der Erde wissen solltest, wenn du deinen Nachbarn mit kräftigerem Pflanzenwachstum und ertragreicherer Ernte zum Staunen bringen willst. 😉


Die Entscheidung ist natürlich dir überlassen…aber wenn du richtig kompostieren möchtest, solltest du noch ein paar andere Dinge als in diesem Artikel beachten. Es verhält sich wie beim Autofahren: Du kannst zwar mit nur wenig Kenntnissen der Verkehrsregeln losfahren.

Trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass du zügig und heile ankommst wesentlich höher, wenn du deinen Weg und die Verkehrsregeln kennst. Zum Glück sind diese beiden Dinge kein Hexenwerk, sobald du sie einmal kennst.

Genauso verhält es sich beim Kompostieren: Wenn du über alle wichtigen Grundlagen und ein paar wirkungsvolle Kniffe Bescheid weißt, ist es für dich auch hier absolut kinderleicht, perfekte Ergebnisse zu erzielen.

Das ist unser Bonustipp für dich: Gehe Schritt für Schritt vor. Wisse dabei, was du bei dem jeweiligen Schritt beachten solltest und lege somit eine solide Grundlage für deinen Erfolg beim Kompostieren, um perfekte Komposterde zu erhalten. Damit wirst zu kräftigerem Pflanzenwachstum und ertragreicherer Ernte gelangen. Und ganz einfach gesagt mehr Spaß beim Gärtnern verspüren!

Falls du möchtest, unterstützen wir dich genau in diesem Punkt – und zwar kostenlos! Du kannst dir nämlich unser neues Buch „Richtig kompostieren für Einsteiger: Schritt für Schritt perfekte Komposterde in Rekordzeit“ noch bis zum 14.4.19 statt für 6,99€ für 0€ (!) direkt bei Amazon als eBook herunterladen. Klicke dafür auf folgenden Link:

Mit dem Buch verkürzt du deinen Weg zu perfekter Komposterde in Rekordzeit wesentlich:
Du kannst dich nach leicht verständlichen Schritt für Schritt – Anleitungen richten – von der Wahl des passenden Standortes über die richtige Befüllung und sorgsame Pflege bin hin zur geschickten Verwendung der fertigen Komposterde erfährst du alle Basics, die du beachten solltest.
Zudem erwartet dich noch viele weitere wertvolle Infos, unter anderem die besten Tipps zum Kompostieren von Gartenbloggern, Garten-YouTubern und weiteren Gartenprofis sowie 20 praktische Kompost-Hacks.

Also: Falls du dich fürs Kompostieren oder einfach mehr Erfolg im Garten interessierst, besteht für dich nun die einmalige Chance, statt für 6,99€ dir das komplette Buch zu 100% kostenlos auf Amazon herunterzuladen.

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